

Leipzig kann auf eine stolze literarische Tradition zurückblicken. Unser Streifzug auf den Spuren zahlreicher Dichter und Schriftsteller, die Leipzig zumindest vorübergehend zur Heimat erkoren, blickt auf Historie und Gegenwart. Der Minnesänger Heinrich von Morungen lebte im 13. Jahrhundert im Thomaskloster; die beiden Dichterfürsten Goethe und Schiller gaben sich im 18. Jahrhundert die Ehre. Und in den letzten 100 Jahren waren es so bekannte Namen wie Erich Kästner, Hans Mayer oder Erich Loest, die es in die Buchstadt Leipzig zog. Mit jährlich stattfindender Buchmesse und Literarischem Herbst wird diese große Tradition fortgeführt.
15.03.2012, 15.00 Uhr
18.03.2012, 10.00 Uhr
2,0 h
8,– €
Tourist-Information, Katharinenstraße 8

„Der Mädchenbusen in der Hand | Die Haustürglocke an der Wand | Sind manniglich verwandt. | Denn alle beide zeigen an | Daß drunten, draußen jemand steht. | Der inniglich um Einlaß fleht.“ (J. W. Goethe)
Auf diesem Rundgang lernen Sie Leipzig literarisch mit einem Augenzwinkern näher kennen. Große Worte kleiner und großer Dichter und Denker, gelassen ausgesprochen, zeichnen ein lebendiges Bild von Leipzig einst und jetzt.
16.03.2012, 15.00 Uhr
2,0 h
8,– €
Tourist-Information, Katharinenstraße 8

Ein unterhaltsamer Spaziergang durch das Leipzig des 18. Jahrhunderts nimmt Sie mit zu den Aufenthaltsorten des bekanntesten aller Leipziger Studenten. Am 3. Oktober anno 1765 zog J. W. Goethe in Leipzig ein, 16-jährig als frischgebackener Student an der juristischen Fakultät. Dass er seine Zeit nicht nur an der Universität verbrachte, sondern auch die angenehmen Seiten des Lebens in Leipzig schätzen lernte, ist bekannt.
Der Rundgang macht mit spannenden und heiteren Aspekten Goethes dreijährigen Aufenthaltes bekannt und führt natürlich zu einem kleinen Umtrunk in Auerbachs Keller, den Goethe in seinem „Faust“ unsterblich gemacht hat.
17.03. und 26.08.2012 jeweils 14.00 Uhr
2,5 h
12,– €
Tourist-Information, Katharinenstraße 8

Um 1800 war Leipzig führende Buchhandelsstadt in Deutschland. Die meisten Buchhandlungen und Verlage befanden sich damals an der Grimmaischen Straße, in der Nähe des sogenannten Lateinischen Viertels – dem Viertel der Universität. Nur hier konnten die Buchhändler mit größeren Umsätzen rechnen. 1825 wurde die deutschlandweite Vereinigung von Buchhändlern, der Börsenverein der deutschen Buchhändler, im Paulinum der Universität Leipzig gegründet. Wie sich die Buchstadt Leipzig von der Renaissance-Zeit bis ins 19. Jahrhundert entwickelt hat und welche Persönlichkeiten zum Aufstieg der Buchstadt beitrugen, das erfahren Sie in einem kleinen Rundgang entlang des „Broadways des deutschen Buchhandels“, der Grimmaischen Straße.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entschlossen sich die Buchhändler Leipzigs Broadway zu verlassen und sich vor der Stadt im Graphischen Viertel anzusiedeln, um dort die großen Bücherlager, Buchdruckereien und Buchbindereien zu erbauen.
16.03. und 18.03.2012 jeweils 11.30 Uhr
1,0 h
7,– €
Tourist-Information, Katharinenstraße 8

Zugegeben, Kollege Mann sei außerordentlich begabt, doch schreibe er leider nur über Verfall, immer wieder Verfall. Sie selbst schluckte und produzierte dagegen lieber literarische Aufbaunahrung: „Ein Roman soll doch erquicken und stark und frisch machen, aber nicht krank und nervös“, so Hedwig Courths-Mahler, eine der „schreibenden Weiber“, die in Leipzig tätig waren. Bis zurück ins 18. Jahrhundert reicht die Reihe von Leipziger Schriftstellerinnen – und viele davon harren der Entdeckung oder Wiederentdeckung. Kennen Sie die Romane von Christiane Benedikte Naubert, die Dichtungen der Zieglerin oder die journalistischen Texte Josephine Siebes? Namen wie Roswitha Geppert, Angela Krauß und Juli Zeh stehen für Leipziger Schriftstellerinnen des 21. Jahrhunderts – Sie werden überrascht sein, welche Frauen sonst noch während unseres Rundganges erwähnt werden.
17.03.2012, 11.30 Uhr
2,0 h
8,– €
Tourist-Information, Katharinenstraße 8

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